Regenwassernutzung

Durch die Nutzung von kostenlosem Regenwasser lassen sich bis zu 50 % des Trinkwasserbedarfs eines Einfamilienhauses in Anwendungen ersetzen, in denen Trinkwasserqualität nicht erforderlich ist. In gewerblichen und öffentlichen Anlagen können die Einsparungen bei über 90 % liegen.

Wegen der besonders hohen Qualität des Regenwassers bieten sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten an, wie beispielsweise Toilettenspülung, Waschmaschine, Gartenbewässerung und Reinigung. In Industrie und Gewerbe bestehen weitere Anwendungsmöglichkeiten.

Die Vorteile der Regenwassernutzung sind vielfältig. Durch die Trinkwassereinsparung sinken die Wasserkosten und es wird ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.
Des Weiteren ergeben sich aber aufgrund der besonderen Beschaffenheit von Regenwasser noch weitere Vorteile:
– in der Toilettenspülung: weniger Urinsteinbildung
– in der Waschmaschine: 50 % weniger Waschmittel
– in der Gartenbewässerung: Förderung des Pflanzenwachstums

Eine moderne Regenwassernutzungsanlage besteht aus zwei Basis-komponenten: dem RegenwasserManager, einer kompakten Zentrale mit Pumpe, Steuerungstechnik und automatischer Trinkwassernachspeisung und dem Regenspeicher mit integriertem Filter, beruhigtem Zulauf, schwimmender Entnahme und Überlauf.

Der RegenwasserManager wird im Haus installiert und der Regenspeicher im Erdreich oder Keller eingebaut. Der RegenwasserManager steuert die Anlage und sorgt für Betriebssicherheit. Hier wird das Regenwasser aus dem Speicher angesaugt und zu den Entnahmestellen im Haus gefördert. Zugleich kontrolliert er den Wasserstand in der Zisterne und schaltet automatisch auf Trinkwasserbetrieb um, sobald sich zu wenig Regenwasser im Speicher befindet. Ist dies der Fall, wird bedarfsorientiert und hausintern das Trinkwasser nachgespeist. Somit ist die ständige Wasserversorgung im Haus gewährleistet.

 

Grauwassernutzung

Zurzeit gibt es noch keine klare, weltweit einheitliche Definition von Grauwasser. Die Europäische Norm 12056-1 definiert Grauwasser als fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser, wie es etwa aus Dusche, Badewanne, Handwaschbecken und Waschmaschine anfällt und zur Aufbereitung zu  Betriebswasser dienen kann. Das Küchenabwasser hingegen wird wegen seiner hohen Belastung mit Fetten und Speiseabfällen ausgenommen.

Die Grauwassernutzung ist wie die Regenwassernutzung und die Verwendung von Brunnenwasser eine geeignete Technologie, um den Trinkwasserverbrauch in Gebäuden zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und die Kosten für den Wasserverbrauch zu senken. Des Weiteren wird durch die Wiederverwendung von Grauwasser, aufgrund der Doppelnutzung des Wassers, weniger Abwasser produziert, woraus sich weitere ökologische und ökonomische Potentiale ergeben. Es kann festgehalten werden, dass aufgrund seiner relativ geringen Verschmutzung mit wenig Aufwand aber grossem Nutzen gerade in grösseren Gebäudekomplexen und Hotels die Grauwasseraufbereitung ein sinnvolles Mittel zur Wasser- und Abwassereinsparung ist und eine äusserst effiziente Massnahme zur Kostenreduktion darstellt.

Zur Aufbereitung des Grauwassers gibt es unterschiedliche technische Ansätze. Die Technologien variieren stark in ihrer Komplexität, Grösse, Aufbereitungsleistung und Aufbereitungsqualität. So finden sich Direktverwender-Systeme, Rückhalte-Systeme, physikalische, chemische, biologische sowie bio-mechanische Systeme.
Vergleichende Untersuchungen haben gezeigt, dass aufgrund seiner hervorragenden Reinigungsleistung der Membran-Bioreaktor (MBR) die zurzeit beste Technologie für das Grauwasser-Recycling darstellt. Grauwasseranlagen mit MBR-Technologie haben zudem den Vorteil, dass sie einen geringen Platzbedarf haben und auch bei Schwankungen der Zulaufeigenschaften die relevanten Qualitätsparameter gewährleisten, so dass die hygienischen Vorgaben der europäischen Richtlinie für Badegewässer stets eingehalten werden.

ewuaqua-Grauwasseranlagen funktionieren nach dem neusten Stand der Technik und sind mit MBR-Technologie ausgestattet. Unsere Grauwasseranlagen sind für die Behandlung von Grauwasser aus Duschen, Badewannen und Handwaschbecken ausgelegt. Der Küchenablauf sollte aufgrund der im Abwasser enthaltenen Fette nur mit zusätzlicher Vorklärung angeschlossen werden. Der Einsatz unserer Technologie gewährleistet durch die Barrierewirkung der getauchten Kassettenmodule mit Ultrafiltrationsmembran (Porengrösse von 0,00005mm) die sichere und vollständige Rückhaltung von jeglichen Schmutzpartikeln, vollständigen Bakterienrückhalt und selbst kleinste Viren werden mit einer Rückhalterate von 99,999% entfernt. Daher kann das aufbereitete Wasser an Verbrauchsstellen, an denen kein Trinkwasser erforderlich ist, eingesetzt werden. Wir empfehlen die Wiederverwendung des Wassers für die Toilettenspülung, zu Reinigungszwecken, zur Autowäsche und für die Bewässerung.

 

Brunnenwasser

Die Nutzung des Brunnenwassers ist in vielen Regionen eine weit verbreitete Technologie.
So ist Wasser aus Brunnen hervorragend für den Einsatz in der Toilettenspülung, in der Waschmaschine und zur Gartenbewässerung geeignet.
Zusätzlich ergeben sich viele mögliche Anwendungsbereiche für Brunnenwasser in der Industrie und in der Landwirtschaft. Hier kann es zum Beispiel zur Reinigung, zur Kühlung oder zur Bewässerung herangezogen werden.
Grundsätzlich ist es auch möglich, die gesamte Hauswasserversorgung über Brunnenwasser zu betreiben. Dieses ist jedoch von den jeweils bestehenden Regelungen und kommunalen Satzungen abhängig.

 

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